Rasenpflege nach dem Winter – Darauf sollten Sie achten damit Ihr Rasen schön blüht

Die erste Frühlingssonne lockt uns wieder ins Freie. Besonders Gärtnern kribbelt es jetzt in den Fingern und sie können es kaum erwarten, endlich im Garten Hand anzulegen. Die ersten Frühblüher zeigen sich auf den Beeten und das erste Grün beginnt zu sprießen. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, sich Gedanken über die ersten anstehenden Arbeiten im Garten zu machen. Dazu gehört natürlich auch eine gute Pflege des Rasens. Nur so kann man sich das ganze Jahr über an einem grünen Rasen erfreuen. Zunächst sind alle Arbeitsschritte zu durchdenken und in der richtigen Reihenfolge zu planen. Es genügt nicht, einfach nur den Rasen regelmäßig zu mähen. Er muss erst einmal von Laub und alten Ästen des vergangenen Herbstes befreit werden. Erst dann kann über Vertikutieren, Düngen und Mähen nachgedacht werden.

Säubern des Rasens nach dem Winter

rasenpflege nach dem WinterZunächst müssen alte Äste des vergangenen Herbstes von dem Rasen entfernt werden. Auch liegen gebliebenes Laub ist zu entfernen. Dies geschieht recht einfach, indem man es mit dem Laubbesen zusammen harkt und kompostiert. Auf diese Weise werden auch gleich alle auf dem Rasen liegenden Reste des vergangenen Winters entfernt. Der Rasen wird so bereits leicht aufgelockert. Die unter dem alten Laub befindlichen Stellen sind meist feucht und müssen vor den nächsten Arbeitsschritten erst abtrocknen. Sollten die Maulwürfe sich auch auf dem Rasen betätigt haben, sind die von ihnen erschaffenen Hügel ebenfalls zu beseitigen. Die aufgeworfene Erde wird gleichmäßig breit gezogen. Die Ausgänge der Maulwurflöcher verfüllt man mit Erde und tritt diese ordentlich fest. Versäumt man diese Arbeit, lässt sich der Rasen später nur schlecht weiter bearbeiten.

Vor dem ersten Mähen wird gedüngt

Bevor nach dem Winter das erste Mal gemäht wird, sollte der Rasen gedüngt werden. Auf diese Weise erholt er sich nach den langen Strapazen des Winters am schnellsten. Der Dünger hilft die Spuren des Winters, durch eine optimale Regeneration des Rasens, zu beseitigen. Normalerweise wird mit einem Startdünger oder Basisdünger begonnen. Je nach Beschaffenheit der Rasenfläche können auch weitere Düngergaben notwendig sein. So wird ein Dünger mit erhöhten Eisenanteilen für besonders vermooste Flächen verwendet. Der Eisenzusatz unterdrückt das Wachstum vom Moos. Durch die Düngung wird das Wachstum des Rasens aktiviert und es erfolgt eine rasche Begrünung der Rasenfläche. Die Graswurzeln, die eng aneinander stehen, können sich so besser entwickeln. Die Düngung ist für die Bildung schöner grüner Grashalme unerlässlich. Außerdem wird der Boden mit ausreichender Nahrung für die Wurzeln versorgt und das Wachstum angekurbelt. Nachdem der Boden ausreichend gedüngt wurde, kann mit dem Mähen des Rasens begonnen werden. Um das Rasenwachstum zu fördern, sollte der erste Rasenschnitt auf der Rasenfläche liegen bleiben und nicht gemulcht werden.

Der erste Rasenschnitt im Frühjahr

Nach dem Winter sieht der Rasen oft grau, wüst und verfilzt aus, deshalb benötigt er jetzt eine besondere Pflege. Zunächst muss der letzte Schnee verschwunden sein. Die letzten Hinterlassenschaften des Herbstes und eventuelle Maulwurfhügel müssen beseitigt werden. Dann kann zum ersten Rasenschnitt übergegangen werden. Zuerst wird das entsprechende Werkzeug, wie der Rasenmäher, überprüft. Der Mäher muss von altem Schnittgut befreit werden, was eigentlich nach jedem Mähen selbstverständlich sein sollte. Weiterhin ist es ganz wichtig, dass die Messer des Mähers gut geschärft und ohne Scharten sind. Sonst wird das Gras unsauber geschnitten oder gar gequetscht, statt geschnitten. Das ist für einen gesunden Rasen gar nicht förderlich. Deshalb ist es wichtig, diese Dinge vor dem ersten Rasenschnitt zu überprüfen und vorhandene Mängel eventuell abzustellen.
Nachdem die Rasenfläche gedüngt wurde, liegt der ideale Zeitpunkt für den ersten Schnitt des Rasens zwischen Ende März und Anfang April. Natürlich kann sich in langen Wintern dieser Zeitpunkt auch etwas weiter verschieben. Jedoch sollte der Dünger etwa sieben bis zehn Tage vor dem ersten Mähen auf dem Rasen verteilt werden. Um ein gutes und gesundes Wachstum des Rasens anzuregen, ist die richtige Schnitthöhe wichtig. Diese sollte für den ersten Schnitt etwa vier Zentimeter betragen.

Die richtige Höhe beim Mähen

Es ist stets darauf zu achten, dass der Rasen auf eine Höhe von vier bis fünf Zentimetern geschnitten wird. Ein zu kurzer Schnitt ist genauso schlecht für den Rasen, wie ein zu langer Schnitt. Wird der Rasen zu kurz gemäht, werden die Graswurzeln freigelegt. Dies kann dazu führen, dass die Pflanzen schlecht wachsen oder gar eingehen. Außerdem besteht bei einem zu kurzen Rasen die Gefahr, dass er bei starker Sonneneinstrahlung braun wird und abstirbt. Die Pflanzen werden auf diese Weise stark in ihrem Wachstum beeinträchtigt. Wächst der Rasen nicht mehr gleichmäßig, kommt es zu kahlen Stellen. Hier finden Unkräuter, wie beispielsweise Klee, einen optimalen Lebensraum. Ein zu langer Rasenschnitt wiederum ist ebenfalls ungünstig, auch hier können braune Stellen entstehen. Ist das Gras zu lang gewachsen, wird beim Mähen nur der obere saftig grüne Kopf der Pflanze eingekürzt. Der untere Teil der Pflanze ist bei hohem Gras oft braun. Dieser Teil wird nach dem Mähen dann sichtbar und es ist schwer, wieder eine gleichmäßig grüne Rasenfläche zu bekommen.

Häufigkeit der Mäharbeiten

Die optimale Höhe des Rasens ist etwa vier Zentimeter. Deshalb sollte regelmäßig gemäht werden. Dabei ist darauf zu achten, dass spätestens bei einer Rasenhöhe von sieben bis zehn Zentimetern wieder gemäht wird. Das Wachstum des Rasens wird durch regelmäßiges Mähen angeregt. Dadurch wird ein Verdichten der Wurzeln des Grases erreicht und das ungewollte Wachsen von Unkraut eingeschränkt. Das regelmäßige Mähen in Abständen von ein bis zwei Wochen, je nach Wachstum des Rasens, wirkt wie eine Kur. Der Rasen wird es mit gleichmäßigem saftigen Grün danken.

Moos durch Vertikutieren entfernen

Nach dem Winter ist der Rasen oft durch Staunässe feucht wie ein Schwamm. Hier bilden sich Moos und Unkraut sehr schnell. Gerade Moos findet auf feuchtem Boden optimale Wachstumsvoraussetzungen. Deshalb muss unbedingt im Frühjahr dafür gesorgt werden, dass der Rasen schnell abtrocknen kann. Dem Moos muss der natürliche Nährboden entzogen werden, da es sich sonst sehr schnell auf der Rasenfläche ausbreitet. Ist das Moos erst einmal auf dem Rasen sesshaft geworden, lässt es sich nur schwer und mit großem Aufwand beseitigen. Darum ist es empfehlenswert, den Rasen im Frühjahr zu vertikutieren. Dabei wird das Wurzelgeflecht vom Moos und vom Unkraut so zerstört, dass es kaum noch nachwachsen kann. Die Rasenfläche wird idealerweise einmal in Quer- und einmal in Längsrichtung vertikutiert. Es ist darauf zu achten, dass die Messer des Vertikutierers nicht zu tief in den Boden eindringen. Optimal sind etwa drei Millimeter Tiefe, um die Graspflanzen nicht zu stark zu beschädigen. Moos, Unkraut, abgestorbenes Gras und auch Verfilzungen werden vom Messer des Vertikutierers regelrecht zerfetzt und teilweise aus dem Boden gerissen. Dadurch hat das Gras wieder mehr Lebensraum, denn gesunde Gräser brauchen Luft zum Wachsen. Der Rasen wird sich so schnell wieder erholen. Er wird dichter und steht wieder im satten Grün. Ist der Rasen zu sehr ausgedünnt nach dem Vertikutieren, empfiehlt es sich, etwas Rasen nach zu säen. Es genügt die Fläche einmal im Frühjahr zu vertikutieren, bei Bedarf kann sie eventuell auch ein zweites Mal im Herbst vertikutiert werden.

Kalk gegen Moos

Im Winter wird durch Schnee und Feuchtigkeit der Kalk aus dem Boden ausgewaschen. Dieser dient eigentlich zur Regulierung des ph-Wertes im Boden. Dadurch sind die Böden im Frühjahr oft übersäuert, was dem Moos entgegenkommt. Jedoch braucht das Gras genügend Luft, um sich ausbreiten zu können. Damit sich das Moos nach dem Vertikutieren nicht gleich wieder bilden kann und das Gras genug Lebensraum erhält, wird die Fläche gekalkt. Durch das Kalken wird der saure Boden neutralisiert und das Moos hat kaum eine Chance. Der Kalk senkt jedoch lediglich den ph-Wert des Bodens, er ist kein Moosbekämpfungsmittel. Es reicht, alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr zu kalken. Dafür muss der Boden trocken sein. Hat man das Kalken mal verpasst, kann auch im Herbst noch gekalkt werden.

Den Grundstein für einen gesunden und gleichmäßig grünen Rasen bilden die Frühjahrsarbeiten. Wer diese Hinweise zur Rasenpflege ernst nimmt, wird lange Freude an einem wunderschönen Rasen haben.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.