Wann sollte man seinen Rasen vertikutieren?

Jeder Gartenliebhaber hat schon viel davon gehört, dass das Vertikutieren dem Rasen helfen soll, schön und kräftig zu werden. Wer Wert auf einen gepflegten Garten legt, wird auch gerne
seinem Rasen etwas Fürsorge gönnen. Diese Fürsorge kann zur umfassenden Pflegekur werden, wenn der Rasen vertikutiert wird. Aber nicht jeder ist sicher, wann er den Rasen vertikutieren soll.

Wann Sie den Rasen vertikutieren, hat zunächst einmal etwas mit dem zu tun, was beim Vertikutieren bewirkt wird. Der Begriff Vertikutieren beschreibt ein vertikales Schneiden, denn es geht auf das französische coutre (Messer) zurück. Durch das Vertikutieren werden alle Verflechtungen aufgeschnitten, die der Rasen beim Wachstum entwickelt. Fremdpflanzen und Schnittgutreste sind dabei beteiligt, die Matte, die sich hier im Laufe der Zeit bildet, wird Rasenfilz genannt. Diese Verflechtungen hindern den Rasen daran, die zugeführten Nährstoffe aufzunehmen. Je dichter der Rasenfilz ist, desto schlechter wird er versorgt. Ein verfilzter Rasen wird auch sehr gerne von Moos besiedelt, das Klima dieses Teppichs bekommt dem ungewünschten Gast hervorragend. Mit dem Vertikutieren entfernen Sie nun alle fremden Pflanzen und lockern die Grasnabe so weit auf, dass Nährstoffe wieder guten Zugang haben.

Wann Sie den Rasen vertikutieren sollen, hängt also zuerst davon ab, wie verfilzt ihr Rasen ist. Wenn Sie von Anfang an jede Verfilzung unterbinden, können Sie sich auf einmal Vertikutieren im Frühjahr beschränken. Auch im Herbst kann der normal gepflegte Rasen noch einmal ein wenig aufgelockert werden. Dann kann er im nächsten Frühjahr optimal vorbereitet in die Wachstumsphase starten. Wenn Sie einen alten Rasen übernommen haben, der sehr verfilzt ist, braucht er ein wenig mehr Zuwendung. Ein gründlich verfilzter Rasen sollte mehrfach vertikutiert werden, sobald es möglich ist und solange es möglich ist.

Wann kann man Rasen vertikutieren, ohne ihm zu schaden?

Sie können den Rasen während der Gartensaison mehrfach vertikutieren, theoretisch geht das immer, wenn der Boden nicht gefroren ist. Meist haben Sie also von März bis Oktober Zeit, ihrem Rasen wieder Luft zu verschaffen. Sie sollten nur darauf achten, dass der Boden nicht zu feucht ist, bei sehr nassem Boden besteht die Gefahr, dass Sie die komplette Grasnabe beim Vertikutieren erfassen und rausziehen. Der Rasen sollte vor dem Vertikutieren so kurz wie möglich gemäht werden. Wenn es zu trocken ist, kann er nach dem Mähen einmal kräftig gegossen werden, damit er Kraft schöpft für die Schneidekur. Da der kurze Schnitt auch Stress für den Rasen ist, sollte erst am nächsten Tag vertikutiert werden, wenn die Rasenpflanzen sich beruhigt haben.

Sie können einen elektrisch angetriebenen Vertikutierer einsetzen, er ist mit rotierenden Messern besetzt, die die Arbeit erleichtern. Es gibt auch Handvertikutierer, die Sie über den Rasen schieben können, das erfordert aber ein wenig mehr Muskelkraft. Achten Sie auf die richtige Schnitttiefe, die Verfilzung soll aufgeschnitten werden, die tiefen Rasenwurzeln dürfen aber nicht beschädigt werden.

Es gibt also keine eindeutige Antwort darauf, wann Sie Rasen vertikutieren sollen, sondern das hängt auch vom Zustand des Rasens ab. Der zweite Gesichtspunkt, der mitbestimmt, wann Sie den Rasen vertikutieren, ist Ihr geplantes Vorgehen nach dem Vertikutieren. Denn auch jede Nachsaat sollte durch Vertikutieren vorbereitet werden.

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