Die drei Arten des richtigen Baumschnittes

Da jeder Schnitt ein von der Natur nicht gewollter Eingriff ist, welcher durch den auftretenden Nährstoffverlust und dem Verlust der Ausbreitungsfläche eine Verringerung der Lebenszeit dieses Baumes hervorruft. Jedoch gibt es für uns Menschen Gründe, weshalb Bäume beschnitten werden müssen. Solche Gründe sind unter anderem der Versuch einen Baum im Zaum zu halten, oder die Gefahr der Sturmschäden durch herunterfallende Äste oder durch umfallende Bäume zu minimieren oder um einen höheren Ertrag von Obstbäumen zu erhalten.

Drei Arten des Baumschnittes

Das Bäume wachsen kann nicht vermieden werden, jedoch wie sie wachsen können sie durch einen Schnitt des Baumes bestimmen. Dabei gibt es verschiedene Gründe, welche jedoch nicht natürlich sind, sondern wird von der Nutzung durch den Menschen bestimmt. Es gibt drei Arten des Baumschnittes.

Formschnitt

Die 3 Arten des BaumschnittsDiese Form des Baumschnittes ist ein eher ästhetischer Natur und wird meist angewendet, wenn der Baum zu groß gewachsen ist, dass er beispielsweise gegen eine angrenzende Hauswand wächst oder den gesamten Garten überschattet, so dass hier nicht mehr viel gedeihen kann oder aber durch den unkontrollierten Wuchs eine asymmetrische Form unansehnlich geworden ist. Hierbei nehmen sie den Baum soweit zurück, dass wieder eine ausgewogene Baumform entsteht. Bei dieser Art, wie auch bei allen anderen, werden abgestorbene und angefaulte Äste entfernt, da diese Stellen meist dir Brutstätten für Krankheitskeime sind. Damit sich die Äste nicht gegenseitig das Licht wegnehmen können, wird die verbleibende Baumkrone soweit ausgelichtet, so dass kein Ast in die Richtung eines anderen Astes zeigen kann. Weiterhin wird durch das schneiden der Äste ein späteres gegeneinander reiben vermieden, was ein weiterer Herd für Krankheitskeime ist.

Entlastungsschnitt oder Pflegeschnitt

Das Abbrechen eines Astes kann verschiedene Gründe besitzen. Dies kann durch einen Sturm hervorgerufen werden, oder wenn ein Ast anfault oder ein Ast wird durch sein eigenes Gewicht so schwer, dass er droht von allein abzuknicken. Bei einem drohenden Abbrechen, sollten sie dafür Sorge tragen, dass wenn die passieren sollte niemand verletzt wird. Auch wenn keiner sich unter dem Baum befindet, sollten sie lieber einen sauberen Schnitt am Ast ansetzen, als die unsaubere Bruchstelle in Kauf zu nehmen. Denn an solchen Bruchstellen kann Wasser nur schwer verdunsten und es wird dadurch ein sehr guter Nährboden für Fäulnis, Pilze und Krankheitskeimen gebildet, die den gesamten Baum so schwächen können, dass er komplett abstirbt. Durch einen Baumschnitt kann dies jedoch vermieden werden. Jedoch ist bei dieser Schnittart zu beachten, dass der Baum beim Schnitt wieder eine symmetrische Form erhält und die Gewichtsverteilung ausgewogen ist. Sollte dies nicht der Fall sein, so sollten sie jeden Schnitt leicht schräg ansetzen, um so das sammeln des Regenwassers auf der Schnittstelle zu verhindern. Früher hat man diese Wunden mit Baumwachs wieder verschlossen, dies wird jedoch heutzutage nicht mehr gemacht, sondern sie werden offen gelassen, da sonst die Feuchtigkeit nicht ungehindert abtrocknen kann und so die Schnittstellen unter dem Wachs faulen können.

Ertragsschnitt

Dieser Baumschnitt dient zur Förderung der Fruchtbildung und ist etwas filigraner als die anderen Arten. Durch diesen Schnitt wird er Ertrag der Obstbäume, also die Anzahl, Qualität und das Gesamtgewicht der Frucht, beeinflusst. Um den Ertrag der Obstbäume zu steigern sollten sie die Neutriebe vor der Wachstumsperiode und abgestorbene Äste abschneiden, da diese nur den Früchten die Wuchskraft verringern und selbst keine Blüten und somit keine Früchte bilden. Man erkennt diese Neutriebe an ihrer Wuchsform, sie wachsen kerzengerade nach oben, und an ihrer glatten Rinde. Jedoch sollten sie ein Paar wenige dieser Neutriebe bestehen lassen, da diese im darauf folgenden Jahr Blühholz bilden. Beim weiteren Auslichten des Baumes sollten sie darauf achten, dass das Gesamtbild des Baumes eine symmetrische Form erhält, so dass möglichst viel Licht ins Innere des verbleibenden Geästes dringen kann.

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