Die Kosten bei einer Altbausanierung

Seit einigen Jahren verzeichnet sich ein deutlicher Trend in den Immobilienkäufen. Immer mehr Kaufinteressenten tendieren zu dem Kauf eines Altbaus, der mit einer aufwendigen Altbausanierung und mit Kosten, die nicht auf den ersten Blick einzuschätzen sind, verbunden ist. Doch welche Vorteile bietet ein Haus älteren Baudatums im Vergleich zu Neubauten?
Der wohl augenscheinlichste Faktor ist die vermeintlich bessere Kostenkontrolle und Aufwandseinschätzung bei einer Sanierung. Zudem liegen Altbauten in den zentralen Stadtgebieten und bieten so Pluspunkte durch ihre Lage sowie durch ihre oftmals großen Gärten mit alten, hoch gewachsenen Bäumen.
Trotzdem sollte die Entscheidung, ein altes Haus zu sanieren anstatt ein neues Eigenheim zu errichten, immer mit Bedacht getroffen werden. Denn auch eine Altbausanierung kann Kosten in sich bergen, mit denen man nie gerechnet hätte.

Kosten einer AltbausanierungDie Altbausanierung und ihre Kosten

Eine Altbausanierung ist kein Schnäppchen. Je älter und verwohnter das Haus ist, desto mehr Geld muss in die technische und energetische Modernisierung des Hauses investiert werden. Grundsätzlich kann ein Käufer mit bestimmten Pauschalen rechnen, die vom Baujahr des Hauses abhängig sind. Hier ein Überblick:

 

 

Die Kosten der Altbausanierung (die Prozentzahlen sind als Richtwerte anzusehen. Je nach Aufwand können die Sanierungskosten variieren):

Vorkriegshäuser: 50 % des Kaufpreises
Altbauten aus den 1950er: 40 % des Kaufpreises
Häuser aus den 1970er: 30 % des Kaufpreises
Häuser aus den 1980er: 20 % des Kaufpreises
Sogar für Häuser, die in den letzten 15 Jahren erbaut worden sind, fallen mittlerweile Sanierungskosten für kleinere Reparaturen und Ausbesserungsarbeiten in Höhe von 10 % des Kaufpreises an.

Der Sanierungsumfang für Altbauten

Obwohl das Haus von Außen noch einen wunderbaren Eindruck macht, kann es aus energiewirtschaftlicher Sicht ganz anders aussehen. Bei den meisten Altbausanierungen konzentrieren sich die Besitzer auf die Wärmedämmung des Hauses und bessern folglich die Außenwände und das Dach aus. Vor allem die Nachkriegshäuser der fünfziger Jahre haben sich einen Namen als wahre Energieschleudern gemacht.
Auf die Wärmedämmung folgt in den meisten Fällen die Erneuerung oder sogar der Austausch der Heizungsanlage.
Wenn das Haus und somit auch die Heizungsanlage älter als 30 Jahre sind, verlangt der Gesetzgeber in jedem Fall einen kompletten Austausch der Sanitäranlagen sowie des elektrischen Leitungssystems.
Die meisten Mängel an einem älteren Haus sind im Keller aufgrund von Bodenveränderungen durch das Grundwasser und aufgrund von Beschädigungen durch später durchgeführte Bauunternehmungen anzutreffen. Zusätzlich verlieren die Abdichtungen im Laufe der Jahre ihre Wirkkraft und können versagen. Deshalb kann man einer grundlegenden Erneuerung der Abdichtungen des Hauses nicht aus dem Wege gehen, solange man gesundheitsschädliche Schimmelbildungen vermeiden möchte.

Die Finanzierung der Altbausanierung

Um sich von Anfang an über den Ausmaß der Altbausanierung und über die Kosten im Klaren zu sein, sollten die Kaufinteressenten einen fachkundigen Gutachter konsultieren, der die Sanierungsmaßnahmen, ihre Reihenfolge und die damit verbundenen Kosten aufzeigen kann. In vielen Fällen besteht die Möglichkeit, die Sanierung in kleinen Teilschritten durchzuführen, sodass nicht auf einmal eine große Summe an Kosten zu stemmen ist.

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